Wohnhaus in Baden

Das Gebiet der Burghalde in Baden ist durch Villenbauten mit grosszügigen, terrassierten Gartenanlagen geprägt. Der Neubau des privaten Wohnhauses fügt sich sowohl in seiner ortsbaulichen Setzung wie seiner Farbigkeit in die bestehende Quartierstruktur ein. Die Schnittdisposition führt dazu, dass die Erschliessung des Gebäudes über das oberste Geschoss erfolgt und die Räume mit der Abwärtsbewegung durch das skulptural ausgeprägte Treppenhaus an Privatheit gewinnen. Der Garten fliesst in Terrassenstufen offen und grosszügig weiter hangabwärts. Durch die tiefen Fensterlaibungen und die Auflösung der Krone wirkt das dreigeschossige Volumen talseitig trotz der Massivität des Backsteins leicht. Die Aussenwandkonstruktion besteht im Wesentlichen aus einem wärmedämmenden Einstein-Ziegelmauerwerk mit davorgemauerter Sichtbacksteinschale. Dadurch ergibt sich eine zwar zweischalige, jedoch dampfdiffusionsoffene Aussenwandkonstruktion. Die Innenwände sind mit einem eingefärbten Kalkputz verputzt, was sich gemeinsam mit den bauphysikalischen Eigenschaften der Aussenwand positiv auf das innere Raumklima auswirkt.

PROJEKTDATEN

Standort:
Baden

Bauherrschaft:
privat

Architekt: Burkard Meyer
Projektteam Entwurf: Oliver Dufner, Daniel Krieg, Adrian Meyer, Andreas Signer mit Tobias Burger
Projektteam Planung: Adrian Meyer mit Gernot Westfeld (Projektleitung), Kerstin Pfanner

Bauleitung, Kostenplanung: quali-bau GmbH, Wettingen
Bauingenieur: MWV Bauingenieure AG, Baden
Fassadenplaner: brick wall engineering AG, Herisau
HLKS-Planer: Poly Team AG, Brugg
Elektroplaner: P. Keller + Partner, Baden
Bauphysik: Steigmeier Akustik + Bauphysik GmbH, Baden

Direktauftrag 2014
Baubewilligung 2016
Realisierung 2017–2018