Schulanlage Herti Zug

Das Identifikationsmerkmal der neuen Schulanlage Herti ist der zentrale Hof. Durch zwei klammerförmige Erweiterungsbauten wird ein präzis gefasster Binnenraum aufgespannt, der das bestehende Schulhaus und den Sportbau zu selbstverständlichen Teilen der neuen Gesamtfigur werden lässt. Die grossmassstäblichen Wohnhochbauten, bilden in Kombination mit den Infrastrukturbauten der bestehenden Schule Herti und dem Einkaufszentrum seither ein Siedlungsgefüge, in dem Bauten unterschiedlicher Prägungen ein loses Muster bilden. Das Schulareal ist von wunderbaren grossen Freiräumen umgeben und verknüpft sich mit den angrenzenden Raumstrukturen der bestehenden und neuen Siedlungen und dem renaturierten Fluss- und Naherholungsraum. Für die grosse Schulanlage mit beinahe 900 Schüler*innen sehen wir ein betriebliches Konzept vor, bei dem eine segmentierte und überschaubare Raumanordnung in kindlich fassbarer Wahrnehmung im Vordergrund steht. Auf allen drei Geschossen ist der Zugang zum Aussenraum gegeben. Grosszügige Terrassen bieten den oberen Geschossen Potential für ausgeweitete Unterrichtsformen sowie Pausenaktivitäten. Die im Parterre angelagerten Kindergärten sind vom Schulhof abgewandt und orientieren sich mit ihren Aussenflächen in den umgebenden Grünraum. Die neue Schule bezieht ihre Identität und ihren Ausdruck aus einer sorgfältigen Lektüre der spezifischen Situation und des Programms. Städtebaulich, architektonisch und landschaftsarchitektonisch entsteht ein Ganzes, welches Platz für die Entfaltung individueller Bedürfnisse bietet, ohne seine Kraft als einzigartiger Ort preiszugeben.

PROJEKTDATEN

Schulanlage Herti Zug
Projektwettbewerb, 1. Preis
September 2021

Standort: Herti, Zug
Bauherrschaft: Stadt Zug

Generalplaner/Architekt: Burkard Meyer Architekten BSA
Verantwortliche Partner: Oliver Dufner, Daniel Krieg, Adrian Meyer, Andreas Signer, Tobias Burger
Mitarbeiter Planung: Patrick Goldinger, Adam Kiryk, Raquel de los Rios, Silvan Günthardt

Landschaftsarchitekt: Maurus Schifferli, Bern