Schadenmühleplatz Ost, Baden

Die Einbettung zwischen dem Flussraum der Limmat und den umgebenden Hügeln ist für Baden prägend und spielte seit jeher eine wichtige Rolle für die Entwicklung der Stadt. Ausgehend von der mittelalterlichen Kernstadt hat sich Baden seit dem 19. Jahrhundert in verschiedene Richtungen und auf ganz unterschiedliche Weise ausgedehnt. Während sich die Stadt im Haselfeld grossmassstäblich und flächig entwickelte entstanden entlang den, durch die Logik der Topografie bestimmten Ausfallachsen nach Turgi, Neuenhof und Dättwil eher kleinmassstäbliche und länglich angeordnete Bebauungssstrukturen. Insbesondere das unmittelbare Nebeneinander verschiedener Verkehrsträger und die räumliche Verschränkung von gebauter Stadt und Landschaft sind dabei Qualität und Hypothek zugleich. Der Bearbeitungsperimeter Schadenmühleplatz Ost ist von diesen Bedingungen in besonderem Masse betroffen, man könnte beinahe sagen, er vereint sie auf engstem Raum. Dabei spielen zwei Parameter die Hauptrollen. Die Kreuzung der Verkehrsträger Nationalbahnlinie und Mellingerstrasse definiert die Grenzen des Areals, während die topografische Differenz zwischen der unteren Ebene der Vorstadt und der oberen Ebene des Quartiers Meierhof Fragen nach Adresse und Durchwegung aufwerfen. Die Summe dieser Aspekte sehen wir als Chance das Areal durch die Zusammenlegung kleinmassstäblicher Parzellen neu zu denken.

Testplanung, 2018

Standort: Schadenmühleplatz, 5400 Baden
Auftraggeber: Einwohnergemeinde Baden, Abteilung Immobilien, Baden, Renold Immobilien AG, Baden, Meier Schmocker Immobilien AG, Wettingen und Andrea Schoop-Wettstein, Baden-Rütihof

Architekt: Burkard Meyer Architekten BSA
Mitarbeit Testplanung: Oliver Dufner, Daniel Krieg, Adrian Meyer, Andreas Signer mit Fabio Gsell, Dominic Spalt

Visualisierungen: Burkard Meyer Architekten BSA